Bücher und Geschichten öffnen Tore zu neuen Welten und lassen uns in Fantasieuniversen eintauchen. Sie bringen uns zum Lachen, lassen Bilder vor dem inneren Auge entstehen und beflügeln die Fantasie. Besonders für Kinder sind sie wertvoll: Sie fördern die Vorstellungskraft, das kritische Denken und den Spracherwerb. Gehörlose Kinder profitieren besonders davon, wenn ihnen Geschichten von klein auf in Gebärdensprache erzählt werden – so lernen sie spielerisch ihre Sprache und Kultur kennen.
Heute möchten wir euch ein ganz besonderes Buch vorstellen: Der gehörlose Bär von Irmgard Hammer. Dieses Märchen erzählt die Geschichte eines Bären, dessen Leben sich durch Kommunikation positiv verändert. Neben einer berührenden Erzählung bietet das Buch eine wunderbare Möglichkeit, Kindern die Österreichische Gebärdensprache und Gehörlosenkultur näherzubringen. Der gehörlose Bär nimmt für Kinder eine Vorbildfunktion ein, die ihnen hilft, ihre Identität zu stärken und selbstbewusst mit ihrer Umwelt umzugehen.
Was macht Der gehörlose Bär so besonders? Das Buch ist zweisprachig gestaltet und enthält QR-Codes zu Gebärdensprachvideos. Dadurch kann die Geschichte nicht nur gelesen, sondern auch in Gebärdensprache erlebt werden – ideal für gehörlose Kinder, ihre hörenden Eltern und alle, die ein Gespür für Gebärdensprache entwickeln möchten. Besonders für hörende Eltern gehörloser Kinder ist dies eine wertvolle Unterstützung, um die Kommunikationsbedürfnisse ihres Kindes besser zu verstehen. Die Videos in Gebärdensprache sind somit eine perfekte Ergänzung, um spielerisch ein Gespür fürs Gebärden zu erlernen – sowohl für Eltern, als auch für Kinder!
Neben der Geschichte vermittelt das Buch spannendes Wissen über Gehörlosigkeit, die Österreichische Gebärdensprache und Gehörlosenkultur. Es schafft Verständnis für Vielfalt und Inklusion und hilft, Berührungsängste abzubauen. Ein Buch, das verbindet – durch Sprache, durch Geschichten und durch gemeinsame Erlebnisse.
Du willst mehr über das Buch und die Autorin Irmgard Hammer erfahren? Hier findest du ein Interview mit ihr.
Dieser Artikel ist im Rahmen des GebärdenSache-Newsletters entstanden. Hier kannst du dich für unseren monatlichen Newsletter anmelden: