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Wiener Linien machen den Notruf barrierefrei.

 

Die Wiener Linien zählen zu den ersten Verkehrsbetrieben weltweit, die ihre Notrufeinrichtungen nach dem Mehr-Sinne-Prinzip gestalten. Ab sofort können gehörlose Fahrgäste sowie Menschen mit Sprach- oder Lernschwierigkeiten einen Notruf via Touchscreen absetzen. Der erste barrierefreie Notruf wurde heute Vormittag in der Station Friedensbrücke präsentiert. Bis Ende des Jahres werden auch in den U-Bahn-Stationen Spittelau, Jägerstraße und Roßauer Lände die neuen Notrufe angebracht. Bis 2026 werden 550 Notsprecheinrichtungen in U-Bahn-Stationen und Aufzügen durch barrierefreie Notrufe ersetzt. Ergänzend zur Sprechfunktion können Notrufe künftig auch via Touchscreen abgesetzt werden. Für blinde Menschen sind die Bedienelemente der neuen Notrufeinrichtung mit Brailleschrift, taktilen Symbolen und taktiler Pyramidenschrift versehen.

Wie setzt man einen Notruf ab?
Der Hauptkanal für den Notruf bleibt zwar die Sprachverbindung mit der Leitstelle, für gehörlose Menschen oder Menschen mit Sprach- oder Lernschwierigkeiten gibt es nun aber eine zusätzliche Ebene der Kommunikation, den Notruf via Touchscreen. Wer also Hilfe benötigt, muss 3 Sekunden lang die neue Notruftaste gedrückt halten. Daraufhin wird umgehend ein Kontakt zur Betriebsleitstelle der Wiener Linien hergestellt. Zusätzlich erscheint auf einem Touchscreen der Eingabemodus für sprech- und hörbeeinträchtigte Personen. Mit leicht verständlichen Piktogrammen und einfacher Sprache (deutsch und englisch) kann die Art des Notfalls kommuniziert werden.  In beiden Fällen stellen die Mitarbeiter*innen der Leitstelle den Standort der alarmierenden Person fest, leiten umgehend die notwendige Hilfe ein und verständigen bei Bedarf Polizei oder Rettung. Für blinde Menschen sind die Bedienelemente der neuen Notrufeinrichtung mit Brailleschrift, taktilen Symbolen und taktiler Pyramidenschrift versehen.

Wo findet man die nächste Notrufstelle?
Auf jedem U-Bahnsteig befindet sich ein gut sichtbarer, grüner SOS-Würfel, der den Standort der Notrufstelle und des Zugnotstopps kennzeichnet. Auf jede dieser Notrufeinrichtungen ist auch eine Videokamera gerichtet, damit sich das Personal der Wiener Linien sofort ein Bild der Lage machen kann. Notrufeinrichtungen gibt es auch in allen Aufzügen der Wiener Linien.

Wann soll ich einen Notruf absetzen?
Wer selbst in eine Notlage gerät oder eine Situation beobachtet, die zu eskalieren droht, soll unverzüglich den Notruf betätigten. Auch wer sich nicht sicher ist, ob es sich um einen „echten“ Notfall handelt, sollte Hilfe holen. Denn für die Wiener Linien gilt der Grundsatz: Im Zweifel ist es ein Notfall!

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